Verbündete und Inspirationsquellen im postfaktischen Zeitalter?

Eine Kooperation der Wiener Zeitung, der Universität für angewandte Kunst, der Akademie der bildenden Künste Wien und dem European Cultural Centre.

Medien sind systemrelevant und haben enorme gesellschaftliche Verantwortung. Sie sind die vierte Säule der Demokratie. Doch die Welt der Medien hat sich durch das Internet fast apokalyptisch verändert. Medien brauchen daher neue Verbündete, Inspirationsquellen zur Reflexion und Einordnung. Kunst ist prädestiniert diese Rolle einzunehmen, denn Kunst, mit all ihren Ausprägungen, war immer eine moralische Schutzmacht des Humanismus.

WissenschaftlerInnen prophezeien das Abgleiten von großen Teilen der Bevölkerung in einen Social-Media-Wahn, da diese Medien eine völlig neue Dimension der Selbstinszenierung ermöglichen, nämlich die Illusion eines perfekten Lebens. Eine neue "soziale Währung" hat sich damit etabliert. Denn es zählt nur mehr was online passiert. Die kreative, handwerkliche, reflektierte und kritische Arbeit der Kunst- und Medienschaffenden verliert dadurch mehr und mehr an Bedeutung.

In der vierten Ausgabe aus der Reihe "Opera Aperta" wird u.a. der Frage nachgegangen, ob aktiver Wissenstransfer, dessen Wirken interdisziplinär und transnational ist, diesem Paradigmenwechsel entgegensteuern kann.

Ort: European Cultural Center, Palazzo Michiel, Cannaregio 4391, Venezia
Zeit: 18. Oktober 2022, 19:00 – 20:30 Uhr

Live-Stream: www.wienerzeitung.at/operaaperta

Podium: Lucia Pedrana, Head of University Relations, European Cultural Centre, Venice;  
Wolfgang Renner, Leiter Wiener Zeitung Akademie; Pia Moana Scharler, Zentrum Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht, Universität für angewandte Kunst Wien.

Initiatorin: Ruth Mateus-Berr, Universität für angewandte Kunst Wien

Moderator: Georg Russegger, Akademie der bildenden Künste Wien

Facilitator: Wolfgang Renner, Wiener Zeitung