Lassen sich die Erkenntnisse, die Kraus über Medien gewonnen hat, auf die heutige Zeit und in die Digitalität übertragen?

Karl Kraus war und ist dafür bekannt, dass er sprachliche Ungereimtheiten, Phrasen und Lügen in Zeitungsmeldungen mit viel Sprachwitz aufzeigte. Das Grundübel der Presse bestand für ihn darin, dass Zeitungen Stimmungen erzeugen statt "Tatsachen wiederzugeben", dass sie Meinung machen und so auf das Vorstellungsvermögen und kritische Denken zerstörerisch wirken. Kraus erlebte noch die Anfänge des "Dritten Reichs" und seine Prognose, dass wer nur eine Meinung hat, eben keine Haltung hat, sollte sich bewahrheiten. Gerade in einer Zeit, in der Begriffe wie "fake news", "alternative facts" und "Lügenpresse" hochaktuell sind, diskutieren Kraus-ExpertInnen und JournalistInnen, ob und wie sich die Erkenntnisse, die Kraus über Medien gewonnen hat, auf die heutige Zeit und in die Digitalität übertragen lassen.

WANN: Montag, 22. Oktober 2018, 19:00 Uhr

WO: Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 6 (Glaslift), 1. Stock, 1010 Wien

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus.