Einmal kurz zum Greißler ums Eck zum Einkaufen, aber vielleicht auch zu einer kleinen Plauderei. Was vor der Jahrtausendwende zur Einkaufsroutine gehörte, ist heute nicht mehr gang und gäbe. Laut Wirtschaftskammer Wien existieren in der Bundeshauptstadt heute nur mehr rund zwanzig "klassische" Greißlereien, die Vollversorger – von Lebensmitteln über Haushaltsware bis zu Parfüms – auf einer kleinen Fläche bis zu 50 Quadratmetern sind. Handelsketten und Billigdiskonter verdrängten kleine Lebensmittelhändler vom Markt.

Doch es gibt sie noch, die kleinen unabhängigen Lebensmittelgeschäfte, heute in einer anderen Form. Viele setzen mittlerweile auf regionale Ware und Bioprodukte. Und: Sie nutzen die Chancen des Onlinehandels - viel mehr als die Großen der Branche.

Die Greißlerei 2.0 in St. Pölten. Bis Dienstag bestellen, am Freitag abholen. Die stationäre Fläche besteht aus einer ehemaligen Garage. - © Katie Aileen Dempsey
Die Greißlerei 2.0 in St. Pölten. Bis Dienstag bestellen, am Freitag abholen. Die stationäre Fläche besteht aus einer ehemaligen Garage. - © Katie Aileen Dempsey

Ein Startup aus der Garage

Maria Teichmann gründete vor neun Jahren mit einer Kollegin die Greißlerei 2.0.  "Ich war so frustriert beim konventionellen Einkauf: Es entstand viel Müll und es war schwierig an regionale Produkte ranzukommen", erzählt die studierte Ökologin. Außerdem störte sie die fehlende Transparenz in Bezug auf die Herkunft der Produkte. Teichmann wollte das ändern - mit einem Onlineshop. Das Budget dafür kam zu Beginn aus der eigenen Tasche. Wer jetzt im Raum St. Pölten regional und bio einkaufen will, kann bei der Greißlerei 2.0 online bestellen und seine Bestellung selbst abholen oder - innerhalb der Stadt - von einem Fahrradkurier zustellen lassen. Bestellt werden muss bis Dienstag. Am Freitag ist Abholtag in der angemieteten Garage in Sankt Pölten.

"Wir müssen dafür sorgen, dass Bauern und Bäuerinnen von ihrer Arbeit leben können", sagt Maria Teichmann, hier mt Lena Weiderbauer (links) von der Greißlerei 2.0. - © Katie Aileen Dempsey
"Wir müssen dafür sorgen, dass Bauern und Bäuerinnen von ihrer Arbeit leben können", sagt Maria Teichmann, hier mt Lena Weiderbauer (links) von der Greißlerei 2.0. - © Katie Aileen Dempsey

Für das Onlinemodell habe sie sich entschieden, da es effizient, ökonomisch und ökologisch sei, sagt Teichmann.  Durch das Vorbestellungssystem entstehe kein Verderb, da alles, was bis Dienstag bestellt werde, am Freitag von den Kunden abgeholt und somit verkauft wird. "Außerdem kann man viel im Homeoffice machen, was für mich anfangs wegen meiner kleinen Kinder gut war. Aber auch der persönliche Kontakt besteht durch die Abholungen am Freitag", sagt Teichmann.

Hinter der Greißlerei 2.0 steht IT-mäßig das Nets-Werk, von dem die Idee des Vorbestellsystems im Internet stammt. "Für uns waren regionale Produkte und faire Preise für die Bauern essenziell", sagt Gerhard Zwingler, einer der Gründer des 2005 entstandenen Vereins. Mittlerweile haben 20 Regionalstellen, so wie die Sankt Pöltner Greißlerei 2.0, die Idee übernommen. "An die 1.200 Kunden bestellen jede Woche in allen Regionalstellen zusammen", schätzt Zwingler. Jede Stelle fungiert als eigenes Unternehmen, Nets-Werk kümmert sich um die Software und IT-Betreuung. Die Neueinrichtung kostet 2500 Euro und beinhaltet Betreuung und Schulungen. Danach werden pro Monat 40 Euro für Hosting und Support gezahlt. "Moderne Medien ermöglichen uns, was vor 30 Jahren noch unmöglich erschien", meint Zwingler, "ich bin froh über diese digitalen Möglichkeiten".

Gerhard Zwingler von Nets-Werk hat die IT für das Bestellsystem hinter der Greißlerei 2.0 und vielen anderen kleinen Bio- und Bauernläden entwickelt. - © privat
Gerhard Zwingler von Nets-Werk hat die IT für das Bestellsystem hinter der Greißlerei 2.0 und vielen anderen kleinen Bio- und Bauernläden entwickelt. - © privat

Die Regionalstellen, vom niederösterreichischen Haag bis zum oberösterreichischen Wilhering, funktionieren nach demselben Prinzip: Kunden bestellen bis Dienstag, Produzenten liefern bis Donnerstag, die bestellten Produkte werden am Freitag abgeholt. "Durch die Corona-Zeit erlebten alle Stellen einen Boom, viele hatten doppelt so viele Bestellungen", berichtet Zwingler.

Die Bio-Greißlerei ist einer der wenigen stationären Nahversorger in der Innenstadt von Hollabrunn. - © Bio-Greisslerei
Die Bio-Greißlerei ist einer der wenigen stationären Nahversorger in der Innenstadt von Hollabrunn. - © Bio-Greisslerei

Einkaufend die Welt gestalten

"Dein Einkauf gestaltet die Welt" heißt es auf der Website von Nets-Werk. Immer mehr Konsumenten ist dies auch bewusst und ein Anliegen. Biowaren erleben im Handel einen Aufschwung. Laut Agrarmarkt Austria (Ama) ist der Bio-Markt in Österreich in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, wobei der Lebensmitteleinzelhandel die größte Sparte des Bio-Absatzes ist. Dahinter folgen Direktvertrieb und Fachhandel und an letzter Stelle die Gastronomie. Bioprodukte hatten Anfang 2020 im Lebensmitteleinzelhandel einen Anteil von 10,5 Prozent. Von den klassischen Handelsketten hatte, laut Ama in Zusammenarbeit mit Bio Austria, Hofer mit 11,8 Prozent den höchsten Bio-Anteil, gefolgt von Spar mit 9,7 Prozent und die Rewe-Gruppe mit 9,5 Prozent.

Die Produkte in der Bios Bio-Greißlerei im niederösterreichischen Hollabrunn kommen fast ausschließlich aus biologischem Anbau, so Geschäftsinhaberin Jasmin Schichta. Sie übernahm 2016 die Greißlerei von der Vorgängerin, die in Pension ging und erweiterte das bestehende Angebot um immer mehr regionale Produkte. Ihre Stammkunden würden bewusst einkaufen gehen und legten viel Wert auf Regionalität. Zudem bietet sie eine Kinderecke im Geschäft, damit die Eltern in Ruhe einkaufen könnten. "Sie schätzen das sehr. In Hollabrunn gibt’s sowas ansonsten nur bei McDonalds", sagt Schichta.

Jasmin Schichta setzt mit ihrer Bio-Greißlerei in Hollabrunn einen Kontrapunkt zum Gewerbepark, in den viele Innenstadtgeschäfte abgewandert sind. - © Bio-Greißlerei
Jasmin Schichta setzt mit ihrer Bio-Greißlerei in Hollabrunn einen Kontrapunkt zum Gewerbepark, in den viele Innenstadtgeschäfte abgewandert sind. - © Bio-Greißlerei

Die Niederösterreicherin führt die Greißlerei alleine, Mitarbeiter zu bezahlen ginge sich nicht aus. Schichta bewirbt ihre Bio-Greißlerei auf Facebook, der einzige Online-Kanal, den sie bisher nutzt. Eine Website sei gerade in Aufbau, doch so richtig begeistert ist sie von der Online-Idee nicht, "Ich stehe viel lieber im Geschäft und habe persönlichen Kontakt zu den Menschen als online zu sein."

Trotzdem möchte sie mit der Website mehr Menschen in ihr Geschäft im Ortskern der 12.000-Einwohner-Stadt locken. "Vor etwa fünf Jahren hat ein großes Einkaufszentrum außerhalb des Orts aufgemacht. Seitdem liegt alles auf einem Fleck und viele Geschäfte sind dorthin abgewandert.", berichtet Schichta. Dennoch kämen weiterhin an die 250 Menschen pro Woche zu ihr in die Greißlerei. Während Corona gab es einen Zuwachs. Auch Hamsterkäufe machten vor ihrer Greißlerei nicht Halt: Teigwaren, Reis, Linsen und Klopapier gingen weg wie warme Semmeln.

Beim digtialen Bauernmarkt Marktas kommen kleine regionale Bio-Produzenten zum Zug. Hier Schafkäse Produkte von Milchmäderl. - © Markta
Beim digtialen Bauernmarkt Marktas kommen kleine regionale Bio-Produzenten zum Zug. Hier Schafkäse Produkte von Milchmäderl. - © Markta

Der Bauernmarkt mit viruellem Touchpoint

Auf Kundenkontakt setzt auch die Plattform Markta.at, jedoch fast ausschließlich online. Das Startup wurde 2018 von Theresa Imre gegründet. Crowdfunding, Förderungen, Darlehen und private Zuschüsse ermöglichten es den digitalen Bauernmarkt, wie Markta sich bezeichnet, aufzuziehen.
Auf der Website befindet sich der Markta-Marktplatz sowie der Markta-Einkauf. Bei Ersterem bestellen Kunden die Ware direkt bei den Produzenten und bekommen sie von ihnen zugeschickt. Über den Markta-Einkauf kann ein individueller Warenkorb mit Produkten verschiedener österreichischer Bauern zusammengestellt und gebündelt in einem Paket von Markta zugeschickt werden. An die 500 Betriebe bieten mittlerweile ihre Produkte auf der Website an.

Die Idee zur Gründung von Markta führt Geschäftsführerin Theresa Imre auf ihre persönlichen Erfahrungen zurück: "Ich bin in einer kleinen Gemeinde in der Steiermark aufgewachsen, da hat es immer direkten Zugang zu guten regionalen Produkten gegeben." Später führte Imre mit einer Freundin einen Foodblog, der neben Rezepten auch regionale Lebensmittel und die dahinterstehenden Produzenten beleuchtete. "In dieser Zeit haben mich viele Klein- und Familienbetriebe gefragt: Wie mache ich Online-Marketing? Wie betreibe ich eine Facebook-Seite? Es war für sie ein großes Bedürfnis online zu gehen, um sichtbarer zu werden. Die Lage ist für die Produzenten vor allem durch die großen Handelsketten schwierig", berichtet Imre.

"Amazon hat die Kunden geprägt", sagt Theresa Imre, die mit dem digitalen Bauernmarkt Marktas einen fairen regionalen Handel etablieren will. - © Lukas Ilgner
"Amazon hat die Kunden geprägt", sagt Theresa Imre, die mit dem digitalen Bauernmarkt Marktas einen fairen regionalen Handel etablieren will. - © Lukas Ilgner

Der Mindestbestellwert bei Markta sind 20 Euro, ab 39 Euro wird kostenlos versandt, was Imre mit dem Wettbewerbsdruck durch andere Online-Zulieferer begründet. "Wir sind mittlerweile als Menschen sehr bequem. Amazon hat Kunden geprägt, sie erwarten sich niedrige bis gar keine Lieferkosten."  Logistik und Transport sind ausgelagert. Momentan werden alle Produkte von Wien aus verschickt. Um den ökologischen Fußabdruck des Transports zu verringern, gibt es in der Bundeshauptstadt mittlerweile 15 Abholstellen. Weitere Stellen sind in Salzburg und in der Steiermark geplant. Imre spricht von einem "neuen Zeitalter für regionale Lebensmittel durch die Digitalisierung des Einkaufs".

Bei Markta arbeiten mittlerweile dreizehn Mitarbeiter. "Fast jeder kümmert sich dabei um einen Online-Bereich, sei es Marketing, IT oder Kunden-Support", berichtet Imre, "Wenn die Politik sagt, wir digitalisieren jetzt die Klein- und Mittelbetriebe, klingt das nett, doch das ist ein Riesenunterfangen." Als Imre begann mit den kleinbäuerlichen Betrieben zusammenzuarbeiten, hätten viele ihre Lieferungen noch auf Post-Its notiert oder ihre Produktfotos vom Handy in schlechter Auflösung geschickt. "Es wäre so schade, die Produkte deshalb nicht verkaufen zu können, denn sie sind von höchster Qualität."

"Die Zukunft der Ernährung liegt im Regionalen"

Markta erlebte einen Boom durch die Coronakrise. "Wir als Start Up können agiler sein. Im Billa Onlineshop waren es zu Coronabeginn zum Beispiel sechs Wochen Lieferzeit, bei uns sind es drei bis vier Tage. Dafür bieten die Handelsketten die billigeren Preise." Die studierte Betriebs- und Volkswirtin bemerkt, dass klassische Handelsketten versuchen dem regionalen und Biotrend nachzueifern. Dennoch: Die Anzahl der Bestellungen stieg um das Zwanzigfache, 15.000 zusätzliche Kunden wurden gewonnen. "Krisenzeiten zeigen, dass die Zukunft des Ernährungssystems im Regionalen liegt. Der Globalisierungswahnsinn ist nicht mehr tragbar", meint Imre.

Einen großen Zuwachs verzeichnete die Online-Plattform in der Bevölkerung zwischen 60 und 70 Jahren. Diese Zielgruppe sei nicht zu unterschätzen, da sie Lebensmittel ganz anders schätze und eine große Gruppe darstelle, berichtet Theresa Imre. Allerdings brauche es für sie auch ein erhöhtes Unterstützungsangebot im Sinne eines persönlichen Supports. "Wir haben viel mit älteren Menschen telefoniert, die anrufen und Schritt für Schritt per Telefon durch die Website geführt werden wollen."

Lunzers Maß-Greißlerei im 2. Bezirk in Wien. Hier gibt es Coffee to Stay und der Aufwand für die Onlinepräsenz wird bewusst schlank gehalten. - © Markus
Lunzers Maß-Greißlerei im 2. Bezirk in Wien. Hier gibt es Coffee to Stay und der Aufwand für die Onlinepräsenz wird bewusst schlank gehalten. - © Markus

Auch Andrea Lunzer freut sich über regen Zuspruch. In Lunzers Maß-Greißlerei  im zweiten Wiener Gemeindebezirk wird biologische und regionale Ware ohne Verpackung angeboten. Obst und Gemüse stapelt sich in Holzkisten, Reis und Nudeln werden aus länglichen Glasbehältern heruntergelassen, Tee und Gewürze aus kugelartigen Gläsern geschöpft. Waschmittel und andere Haushaltswaren sind in Kanistern aufbewahrt. Kunden können die Ware in ihre mitgebrachten Gefäße füllen oder Behälter vor Ort kaufen.

Lunzer arbeitete zuvor im Marketing und war für den Verpackungsbereich zuständig: "Ich habe gemerkt, dass es eigentlich nicht darum gehen sollte, wie nachhaltig Verpackungen sind, sondern ob man sie überhaupt braucht." Anfang 2014 eröffnete sie die Maß-Greißlerei, das erste Zero Waste-Geschäft im deutschsprachigen Raum. Für die Finanzierung kam anfangs vieles aus eigener Tasche und durch Unterstützung von Freunden und Familie. Mittlerweile arbeiten sechs Mitarbeiter in der Maß-Greißlerei, um die tausend Artikel werden angeboten.

Andrea Lunzer in ihrer Maß-Greißlerei in Wien. Die Leute kommen, weil sie in ihrem Grätzel einen Nahversorger wollen. - © julia fuchs
Andrea Lunzer in ihrer Maß-Greißlerei in Wien. Die Leute kommen, weil sie in ihrem Grätzel einen Nahversorger wollen. - © julia fuchs

Die Kunden würden kommen, weil alles übersichtlich und nicht anonym ist. "Schau mal, da kann mal Nudeln schaufeln", hört Lunzer von den Jungeltern, die mit ihren Kindern einkaufen kommen. Der Hauptkundenstamm käme aus der Umgebung: "Die Menschen schätzen einen Nahversorger mit regionalem und Bioangebot in ihrem Grätzel und kommen deshalb zu uns. Es ist nicht immer das Zero Waste-Prinzip ausschlaggebend", erklärt die Geschäftsführerin. Um die 600 Menschen kaufen mittlerweile pro Woche bei Lunzer ein. Durch die Coronakrise habe sie keine finanziellen Einbrüche erlitten, jedoch setze sich der Umsatz nun anders zusammen. "Die Menschen haben neben Frischware vor allem alkoholische Getränke gekauft", berichtet Greißlerei-Inhaberin Lunzer.

Lunzer sieht momentan wenig Potenzial in der Neukundengewinnung online. Die Maß-Greißlerei betreibt eine eigene Website und ist auf Facebook aktiv. "Wir machen aber eher wenig", sagt Lunzer. "Wenn wir es professioneller machen wollten, müssten wir an die 700 Euro pro Monat investieren, für die wiederum 1.500 Euro zusätzlich reinkommen müssten. Das rechnet sich zurzeit nicht."

Ebner's Greißlerei setzt auf Omnichannel, um ihre Kunden in ganz Österreich mit Kärntner Produkten versorgen zu können. - © Ebner's Greißlerei
Ebner's Greißlerei setzt auf Omnichannel, um ihre Kunden in ganz Österreich mit Kärntner Produkten versorgen zu können. - © Ebner's Greißlerei

Regional zieht - auch Online

Für ein digitales Zusatzangebot hat sich Robert Ebner in Lendorf bei Spittal in Kärnten entschieden. Ebner führte 16 Jahre lang einen Adeg-Markt im 1700-Einwohnerort. 2015 beschloss er sich vom Konzern zu trennen und ein eigenes Geschäft zu eröffnen: Ebner’s Greißlerei.
"Ich machte das, um wieder näher am Kunden und an den Produzenten dran zu sein und alles persönlicher zu gestalten.", erzählt Ebner. Die Greißlerei ist auf Facebook präsent und bietet einen Webshop, der ein Jahr nach Geschäftseröffnung das Angebot ergänzte. Der Grund: "Viele Menschen waren im Urlaub in Kärnten bei uns und haben danach angerufen und gefragt, ob wir ihnen nach Salzburg oder Wien etwas schicken könnten." An die zehn Stunden pro Woche bringt Robert Ebener für die Online-Präsenz auf. Der bereits bestehende Webshop erwies sich nun als Glücksfall, er verzeichnete während der Coronapandemie viel mehr Zugriffe und Bestellungen.

Doch ganz ohne Zusatzangebot scheinen moderne Greißlereien online wie offline nicht auszukommen. Sei es die Kinderspielecke in der Bio-Greißlerei in Hollabrunn, ein "Coffe to stay" in Lunzers Maß-Greißlerei oder eine integrierte Tabaktrafik in Ebner’s Greißlerei. "Nur mit dem Verkauf regionaler Produkte wird’s für uns schwierig", sagt Robert Ebner.

In der Coronazeit hat sich für alle erwähnten Greißlereien gezeigt, dass Menschen wieder mehr regionale Produkte schätzen. Ein gutes Zeichen, findet Maria Teichmann von der Greißlerei 2.0: "Wir müssen dafür sorgen, dass Bauern und Bäuerinnen von ihrer Arbeit leben können. Das ist auch im Sinne unserer eigenen Ernährungssouveränität, damit wir von anderen Ländern unabhängig sind."