Russlands neuer Verteidigungsminister Sergej Iwanow und Präsident Wladimir Putin haben so manche Gemeinsamkeit: Beide machten Karriere beim sowjetischen Geheimdienst KGB, beide stammen aus Sankt Petersburg, beide sind 48 Jahre alt.

Iwanow wurde im November 1999 auf Empfehlung Putins Sekretär des Sicherheitsrates. Nach Putins Amtsantritt wuchs der politische Einfluss des Gremiums und damit auch der Einfluss Iwanows. Er wachte über die Umsetzung eines neuen nationalen Sicherheitskonzepts und Vorschläge für die Militärreform. Bis zum vergangenen Jahr hatte Iwanow den Rang eines General-Leutnants des russischen Geheimdienstes. Nach Angaben des Sicherheitsrates diente Iwanow in seinen 20 Geheimdienstjahren in Europa und in Afrika.

1998 wurde Iwanow stellvertretender Direktor des Verfassungsschutzes FSB, der zu diesem Zeitpunkt von Putin geleitet wurde. Im vergangenen November bat Iwanow den russischen Präsidenten, seinen Generalsrang ablegen zu dürfen.

Putin und Iwanow gelten als enge Vertraute, wahre Freundschaft habe es aber wegen ihrer Positionen nie gegeben, hat Iwanow einmal gesagt.