• vom 17.10.2011, 19:32 Uhr

Weltpolitik

Update: 17.10.2011, 19:54 Uhr

US-Präsident Obama weihte Denkmal ein

Monument für Martin Luther King




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





- © REUTERS

© REUTERS

43 Jahre nach seiner Ermordung erinnert in Washington ein riesiges Denkmal an den schwarzen US-Bürgerrechtler Martin Luther King. Präsident Barack Obama weihte das Monument aus weißem Granit am Sonntag vor zehntausenden Menschen offiziell ein. In seiner Rede würdigte er die "moralische Vorstellungskraft" und den "hoffnungsvollen Weitblick" des 1968 ermordeten Vorkämpfers für die Rechte der schwarzen US-Bevölkerung.


Dank King seien "Barrikaden" gestürzt worden und der "Fanatismus verblasst", sagte Obama in seiner Rede. King habe nicht nur für Bürgerrechte und politische Gleichberechtigung, sondern auch für "wirtschaftliche Gerechtigkeit" gekämpft. Es sei darum im Sinne des Friedensnobelpreisträgers, weiter für gerechte Löhne, gute Schulen und mehr Arbeitsplätze zu kämpfen.

"Wir dürfen uns nicht von dem entmutigen lassen, was ist. Wir müssen weiter dafür kämpfen, was sein sollte", sagte Obama, der das Monument zuvor mit seiner Frau Michelle und seinen Töchtern Sasha und Malia besichtigt hatte. An der feierlichen Zeremonie an der National Mall in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses nahmen nicht nur zehntausende Schaulustige, sondern auch Stars wie die Soulsängerin Aretha Franklin und der Musiker Stevie Wonder teil.

Das riesige Monument liegt nur wenige dutzend Meter von der Gedenkstätte zu Ehren des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln entfernt. Es wurde an dem Ort gebaut, an dem King 1963 seine berühmte "Ich habe einen Traum"-Rede hielt.

Das Denkmal erstreckt sich auf einer Fläche von etwa anderthalb Hektar. Inmitten eines mit Wasser gefüllten Beckens steht auf einem kreisförmigen Podest der sogenannte Stein der Hoffnung. Darauf erhebt sich eine neun Meter hohe Statue von King, die der chinesische Künstler Lei Yixin entworfen hat. Das hatte auch zu Kritik geführt: Er sei deutlich sichtbar von seinem kommunistischen Umfeld geprägt, hieß es in Zeitungskommentaren. Vieles an dem Denkmal erinnere an Bildnisse von Stalin

Um das Bassin zieht sich eine 140 Meter lange Mauer, auf der sich 14 Zitate aus verschiedenen Reden Kings finden, die er in den Jahren 1955 bis 1968 hielt. Ringsherum wurden außerdem Bäume gepflanzt und Springbrunnen angelegt. Eigentlich hätte das Denkmal schon Ende August, pünktlich zum Jahrestag von Kings berühmter Rede, der Öffentlichkeit übergeben werden sollen. Doch der Orkan "Irene" zwang die Veranstalter, die Feier zu verschieben.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2011-10-17 19:38:05
Letzte Änderung am 2011-10-17 19:54:17


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Eine kleine Insel der Demokratie im südchinesischen Meer
  2. Massensterben durch mangelnde Impfbereitschaft
  3. Katastrophe durch explodierte Pipeline
  4. Zahl der Rückkehrer auf hohem Niveau
  5. Vom Meer verschluckt: Bilder, die man nicht vergessen kann
  6. U-Bahn in Tokio will Überfüllung mit kostenlosem Essen abmildern
  7. Zwei Tote beim Stierringen

Werbung




Werbung