Desgleichen ist ein "Cordon de prospérité" um Europa, von Marokko bis Kasachstan, gemeinsam mit den Menschen dieser Länder Schritt für Schritt zu erarbeiten, der für beide Seiten für Jahrzehnte Vorteile nicht nur ökonomischer Natur bringt, sondern die aktuellen Gefahren zu großer Abhängigkeit von China einerseits und religiös-extremistischer Einflüsse andererseits minimiert.

Der gefährliche, für viele Muslime in Europa jedoch Selbstbewusstsein stiftende Politische Islam muss mittels europaweit hier ausgebildeter, pädagogisch geschulter, europäisch denkender Muslime durch Vermittlung eines menschlich attraktiven, europäisch kompatiblen, muslimischen Wertekanons in effizienter Bildungsarbeit, beginnend bei der muslimischen Jugend, überzeugend ersetzt werden. Die von Österreich 1887 gegründete und bis heute aktive, europaweit einzige Scharia-Schule in Sarajewo kann dabei erfahrener Pate sein.

Die in Europa aufgenommenen Flüchtlinge sollten primär mit dem Ziel ausgebildet werden, künftig ihre Heimatländer aufzubauen, und dabei ihre praktischen Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte aus Europa mitnehmen.

Europa muss endlich auch gefühlsmäßig greifbar werden. Neben Europa-Fahne und -Hymne sollte ein frei gewählter Präsident Europas als Primus inter pares, bevorzugt aus einer alten europaweit bekannten Familie, dieses Europa nach innen wie nach außen repräsentieren.

Dem seit Maastricht gebotenen Prinzip der Subsidiarität entsprechend sollten historisch gewachsene, transnationale Verbände im Rahmen des europäischen Einigungswerks wieder mit neuem Leben erweckt werden, die es kleinen und mittleren Ländern ermöglichen, gleichberechtigte Partner der Großen zu werden. Regionalverbände mit historischen wie auch wirtschaftlich und kulturell ähnlichen oder gleichen Strukturen sollten von Brüssel Kompetenzen übertragen bekommen, die sie selbst besser und effizienter erledigen können. Neben dem Nordischen Rat und Benelux sowie dem Baltikum sollten sich auch in Mittelost- und Südosteuropa derartige Verbände freiwillig bilden.