Auf der Suche nach dem verlorenen CO2 wird man heutzutage schon recht erfinderisch. Eine Studie hat nun untersucht, wieviel CO2-Ausstoß durch das Streamen von Online-Videos produziert wird. Gar keine abwegige Frage, verbringen doch sehr viele Menschen damit ziemlich viel Zeit. Und man vergisst ja gern, dass auch für das gemütliche Serien-Bingewatching irgendwo ein Strom herkommen muss - für den Weg der Serien auf den Bildschirm genauso wie für die Geräte mit dem Bildschirm.

Daher auch das beeindruckende Ergebnis: 300 Millionen Tonnen. Ein Drittel davon geht zu Lasten der Video-on-Demand-Unterhaltungsdienste wie Netflix. Aber ein beachtliches Viertel haben ihre schmutzigen Kollegen zu verantworten: die Online-Porno-Seiten. Belgien allein bringt in einem Jahr so viel CO2-Ausstoß zustande wie die Pornovideos. Und Bangladesch. Und Nigeria. Noch mehr ansteigen wird die Zahl, wenn noch höherauflösende Technologien Standard werden. Wobei, das könnte sich für die Porno-Industrie ohnehin erledigen. Denn ganz so genau - Stichwort Brust-OP-Narbe - will man es dann oft doch nicht wissen.

Jedenfalls wäre das also einmal ein Ansatz für den Umweltschutz. Aber was kann man tun? Womöglich echte menschliche Partner zum Geschlechtsverkehr auftreiben? So weit kommt‘s noch. Ist das nun die Chance für die angeblich im Sterben liegende Print-Branche? Anders gefragt: Kann das ÖKM-Magazin die Welt retten? Da müssen immerhin nur Bäume für blanke Busen sterben.