Die einen gehen in Mutterschutz, die anderen gestalten eine "Vogue". Herzogin Meghan von Sussex, die Ehefrau von Prinz Harry, ist ja erst kürzlich mit einem Sohn niedergekommen, der auf den wenig royalen Namen Archie getauft wurde. Das hielt sie aber nicht davon ab, als Gast-Chefredakteurin für das prominente Modemagazin zu fungieren. Für die von ihr kuratierte Ausgabe wurden 15 Frauen porträtiert, die in unseren Zeiten als Vorbilder taugen können. "Kräfte für eine Veränderung" werden diesen Frauen zugeschrieben, darunter unter anderem natürlich Klimaaktivistin Greta Thunberg, aber auch Jane Fonda, die neuseeländische Premierministerin Jacinda Aldern, LGBT-Aushängeschild Laverne Cox (bekannt aus der Serie "Orange is the new black") und Model Christy Turlington. Als einzige Anweisung an den Starfotografen Peter Lindbergh, der die Bilder für die Collage gemacht hat, hat die Herzogin ihm ausrichten lassen: "Ich will Sommersprossen sehen!"

Davon sind auch einige zu sehen, aber wer nicht auf dem Cover zu sehen ist, ist Meghans Schwiegeroma. Das zwickt natürlich Beobachter jetzt wieder: Wie respektlos kann dieses amerikanische Gör sein, sie müsste doch die Queen auf jeden Fall erwähnen, meinen Kritiker, frei übersetzt. Vielleicht hat die Königin einfach zu wenige Sommersprossen?

Nun, es könnte schlimmer sein. Sie hätte ihre verstorbene Schwiegermutter, Prinzessin Diana, ins Blatt hieven können. Das hätte der Queen vermutlich noch weniger gefallen.