Etwa 150.000 Einträge findet man bei Google News, wenn man den Suchbegriff "Einsparung" eingibt. Eine üppige Zahl, die so gar nicht zur Bedeutung des Worts passen will. Ohne finanzielle Einschnitte geht es heute nirgends mehr - aber es gibt auch noch überraschende gute Nachrichten. Aus Linz zum Beispiel. Dort wurde am Mittwoch das neue Budget präsentiert - und es ist auch ein sogenanntes Sparbudget. Mehr Geld gibt es nur für Kinderbetreuung und Pflege. Und es ist, das kommt nicht so oft vor, ausgerechnet im Kulturbereich aufgestockt worden. Die Förderung für die freie Kulturszene wurde um 255.000 Euro auf 2,12 Millionen Euro erhöht.

Die freie Szene gebe "wichtige Impulse" für die Stadt, daher sei es ihr ein Anliegen diese - wie im Kulturentwicklungsplan auch vorgesehen - stärker zu fördern, sagte Kulturstadträtin Doris Lang-Mayrhofer. Dazusagen sollte man vielleicht auch, dass die Mittel für die freie Szene in den vergangenen Jahren nie valorisiert wurden. Man muss also nicht gleich "Kleinlich und unersättlich!" schreien, wenn die Kulturplattform Oberösterreich dazu sagt, dass das nur ein "erster Schritt" sein kann.

Es ist jedenfalls ein erster Schritt zur Versöhnung. Denn im Sommer sorgte ja eine üppige Förderung aus dem Kulturtopf für ein Werbemuseum für Motorradhersteller KTM für Schlagzeilen, Empörung und Unverständnis. Eine Geste wie diese war nötig: Manchmal ist es eben nicht verpönt, mit Geld seine Wertschätzung auszudrücken.