Prognostizierte Enden sollten eigentlich eine gewisse Sicherheit bieten. Man weiß das Datum, man kann reagieren, und alles ist gut. In der IT-Welt stimmt dies nur bedingt: Am 14. Jänner endet die Unterstützung von Microsoft für sein Betriebssystem Windows 7. Nun könnte man meinen, dass längst alle Anwender und Firmen umgestiegen sind, doch dies ist nicht der Fall. 30 Prozent der Nutzer wollen nicht wechseln, so eine aktuelle Studie. Warum setzt man sich freiwillig einer Gefahr aus? Darf das denn überhaupt sein, dass manche Rechner als potenzielle Bedrohung gelten? Sicherheitsexperten und Softwarehersteller warnen vor den Gefahren und zeigen sich stets aufs Neue überrascht. Doch überrascht es wirklich so?

Sind Anwender nicht einfach froh, wenn ein System läuft? Es heißt doch auch: "Never change a running system." Nach einem Update schaut alles anders aus, die bekannten und beliebten Programme gehen möglicherweise nicht mehr, und Verbesserungen, die niemand verlangt hat, erfreuen nur die wenigsten User. Und überhaupt: Sicherheit im virtuellen Raum ist so wenig greifbar, dass es viele einfach nicht nachvollziehen können.

Keine Frage, sichere Systeme sind immanent, aber man muss den Anwendern auch erklären, dass es sich nicht um reine Geschäftemacherei und neue Probleme handelt, sondern um eine Notwendigkeit. Dass moderne Technik nicht nur Hilfe, sondern auch Quell von Frust sein kann, das wissen Updategeschädigte. Sicher ist nur, wer stets offline bleibt.