Es war, diesen Eindruck musste man abgesehen von den Leistungen der österreichischen Handballer bei der EM und dem Kombinationssieg Matthias Mayers in Wengen gewinnen, eine Woche voller Negativschlagzeilen im internationalen Sport. Der Spionagefall im US-Baseball, dessentwegen die Houston Astros mit einer Strafe von fünf Millionen Dollar belegt wurden, nagte tief am ohnehin angeknacksten Selbstverständnis der vielleicht amerikanischsten aller amerikanischen Sportarten. Unfreiwillig wurden dann auch Skifans Zeugen eines Hickhacks zwischen Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova, weil Letztere durch allzu intensives Studium des Trainings der Ersteren Diebstahl an deren "geistigem Eigentum" begangen haben soll.

Immerhin endet die Woche mit zwei positiven Nachrichten: Da wären die San Francisco Giants, die den Baseball-Sport mit dem Engagement von Alyssa Nakken als erstem weiblichen Vollzeitcoach wieder in ein positives Licht rücken - wiewohl eine solche Nachricht in den USA des 21. Jahrhunderts keine Sensation mehr sein sollte -, da wäre zum anderen der Golfer Laurent Hurtubise, der beim Pro-Am-Turnier in La Quinta mit seinem Hole-in-One für Furore sorgte.

Das besonders Spezielle daran: Hurtubise hat von Geburt an nur einen Arm. "Inspirational", twitterte die PGA Tour.

Es sei "die großartigste Erfahrung, die ich je auf dem Golfplatz gemacht habe", sagte der dreifache Toursieger Troy Merritt. Nur Hurtubise blieb ruhig. Golf sei für ihn "ein Weg, zu beweisen, dass ich trotz Behinderung genau so viel leisten kann wie andere", sagte er. Auch das sollte nichts Besonderes sein. Doch wenn das von dieser Sportwoche bleibt, ist es immerhin mehr als nichts.