Was muss eigentlich passieren, dass einmal Disneyworld nicht mehr Fantastilliarden von Dollars abwirft? Eine Zombie-Apokalypse, in der sich unter den lustigen Goofy-Kostümen blutige Hirnfresser verstecken und man sich deswegen nicht mehr hintraut? Nun, seit heuer weiß man: Es reicht schon weniger Blutrünstiges. Es reicht schon ein Virus, das die Welt zum Stillstand bringt. Und die Vergnügungsparks des Disney-Konzerns noch ein bisschen länger. Am Dienstag nach Börsenschluss gab der Unterhaltungsgigant bekannt, dass rund 28.000 Stellen abgebaut werden müssen.

Zu der betreffenden Sparte gehören nicht nur die Parks, sondern auch Ferienressorts und Kreuzfahrten. Obwohl einige Parks in den USA nun wieder geöffnet sind, darf der Konzern nur eine beschränkte Besucherzahl einlassen, auch unter Beachtung der jeweils in dem Bundesstaat oder Land geltenden Regeln. In Kalifornien sind wegen der rasant gestiegenen Zahl von Infektionen daher alle Parks immer noch geschlossen. Der Umsatz ist um 85 Prozent gefallen.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Corona-Krisenmanagement in den USA seit Monaten nichts weniger als eine Katastrophe ist, und wenn es einmal so mächtige Player wie Disney "erwischt", kann man sich ungefähr ausrechnen, wie es kleineren Unternehmen gehen muss. Andererseits kann man über die Situation auch sagen: Plakativer kann man es kaum ausführen, dass eine Pandemie kein Vergnügen ist.