Es ist ein bisschen wie mit diesem Linz-ist-schiach-Video: Jänner 2020 war es, als ein Tierheim die Idee hatte, die "schlechteste Katze der Welt" zur Adoption zu bewerben. Perdita hieß das Tier, und "sie ist nichts für schwache Nerven". So begann ein Posting auf Facebook, das schnell viral ging. Immerhin gab es dazu ein Foto, auf dem die Katze echt satanisch blickte. Der Text dazu war dann auch mehr Warnung als Werbung: So wurde ihre Vorliebe dafür, einem in die "Seele zu starren, bis man glaubt, man könne nie wieder Freude empfinden", angeführt. Was Perdita alles nicht mag: die Farbe Pink, Disney-Filme, Hunde, Weihnachten und vor allem: Umarmungen. Es dauerte nicht lange, und Perdita konnte erfolgreich an einen Disney-Film-Hasser vermittelt werden.

Perdita wäre eine gute Kandidatin für das neue Tier-Tinder, das ein Münchner Tierheim nun gegründet hat. Viele Menschen haben sich in den Lockdowns Tiere angeschafft, ohne sich zu überlegen, was sie mit ihnen machen, wenn sie nicht mehr in Kurzarbeit oder Homeoffice sind. Diese Herrl/Frauerl-Suche via App ist ein origineller Versuch, mit dem Überschuss in Tierheimen zurande zu kommen. Bei Sympathie swipt man wie beim menschlichen Dating-Pendant nach rechts, wirkt der Chihuahua doch zu psychotisch, dann nach links.

Allerdings gibt es das bisher nur für Katzen und Hunde. Nicht zu finden im Matchmaker-Programm ist etwa "Kesse Schlange, die gerne auch Freigang via Toilette nimmt".