Nach Premierministerin Theresa May reist am Donnerstag Oppositionsführer Jeremy Corbyn zu Gesprächen über den Brexit nach Brüssel. Der Labour-Chef trifft EU-Verhandlungsführer Michel Barnier. Das britische Unterhaus hatte das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen Mitte Jänner klar abgelehnt und rechtlich bindende Nachbesserungen am Vertrag gefordert. Dies weist die EU zurück.

Ohne Einigung droht Ende März ein "harter Brexit" ohne Abkommen mit weitreichenden Folgen für Bürger und Wirtschaft. Corbyn hat vorgeschlagen, dass Großbritannien nach dem Brexit in einer Zollunion mit der EU bleibt und an den europäischen Binnenmarkt angebunden. Die Brexit-Hardliner in Mays konservativer Partei lehnen das strikt ab, weil London dann keine eigenständige Handelspolitik betreiben könnte.