Brüssel. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hat die Staaten zu Fortschritten bei einem gemeinsamen europäischen Asylrecht aufgerufen. Vor Beginn des EU-Innenministerrats sagte Avramopoulos am Donnerstag, es handle sich um den letzten Rat vor den EU-Wahlen. Doch trotz des EU-Wahlkampfs sollten die Minister politischen Willen zeigen, um vorwärts zu kommen.

Die drei Hauptpunkte seien dabei die Stärkung der Grenz- und Küstenwache, das gemeinsame Asylsystem und Vereinbarungen im Migrationsbereich mit Drittstaaten. Außerdem gehe es um einen effektiveren Kampf gegen Terrorismus. Angesprochen auf die Blockadehaltung Italiens im Migrationsbereich sagte Avramopoulos, er setze auf Überzeugung und Dialog. Es müsse eine konstruktive Diskussion mit allen EU-Ministern geben.

Globale Dimension

Angesichts der Migrationskrise der letzten Jahre müsse Europa für die Zukunft besser gerüstet sein. Es sei nicht richtig, dass die Migration ein regionales Problem sei. "Es hat eine globale Dimension. Wir müssen uns engagieren", so der EU-Kommissar.