Dass es keine Profi-Models sind, merkte man den jungen Frauen auch an. Manche wirkten am Laufsteg anfangs noch unsicher, die Hälfte der "Kosmo"-Finalistinnen geht sogar noch in die Schule, die ältesten Bewerberinnen sind 24 Jahre alt. "Wer Buh-Rufe von sich gibt, wird hinausgeschmissen und ist dann morgen auf YouTube zu sehen", erklärte vor dem Start Dejan Sudar dem Publikum. Eingeschult wurden die Frauen vorher von der Model-Agentin und Trainerin Monika Moore, die selber auch der siebenköpfigen Jury angehört.

Pizzaofen und Laufsteg

Die 21-jährige Magdalena Mikic beeindruckte die Jury gleich mit ihrer beachtlichen Gesangsstimme. Prompt schaffte es die angehende Volksschullehrerin unter die besten Drei. Den endgültigen Sieg konnte aber dann doch die hellblonde Stephanie Djordjevic für sich verbuchen. Sie hofft, der Sieg werde ein Sprungbrett sein - für die Miss Austria.

Djordjevic ist 24 Jahre alt, hat zunächst Tourismus und Management studiert, musste aber ihre Lebensplanung spontan umändern, als vor einem Jahr ihr Vater starb. Sie übernahm von ihm die Pizzeria Assisi in Wien-Simmering, wo sie seither die Chefin von 20 Mitarbeitern ist. Täglich zwölf Stunden nehme die Arbeit in Anspruch, berichtete sie der "Wiener Zeitung". Da musste sie sich als Vorbereitung für die Miss-Kosmo-Wahl schon ein paar Tage freinehmen. "Als Model musst du einfach der Mensch sein, der du bist", erzählt sie. "Ansonsten sollst du lächeln, selbstbewusst sein und ganz einfach den Willen dazu haben." Welchen Tipp sie anderen Modells geben würde? "Üben, üben, üben."

Djordjevics Pläne gehen zwar auch in Richtung Model, aber das soll längst nicht alles sein. Sie hofft, in Zukunft eine zweite Pizzeria zu eröffnen. Sich selbst beschreibt sie als "höflich, nett, humorvoll, lustig, selbstbewusst und hilfsbereit" - alles Eigenschaften, die sie für beide Berufe benötigen würde.