Buenos Aires, am 13. Dezember 1969: Córdobas Erzbischof Ramon Jose Castellano weiht den 32-jährigen Jorge Mario Bergoglio in dessen Geburtsstadt zum Priester.

Feldkirch, am 21. Dezember 1969: Diözesanbischof Wechner weiht den 34-jährigen Dornbirner Walter Bertl zum ersten Ständigen Diakon Österreichs.

Was diese beiden Ereignisse, die genau 50 Jahre her sind, miteinander zu tun haben? Nun, Jorge Mario Bergoglio ist heute Papst Franziskus, und die Ständigen Diakonen könnten in der Zukunft seiner Kirche eine wichtige Rolle spielen. Das ist im Zuge der Amazonas-Synode im Vatikan im vergangenen Oktober deutlich geworden, bei der die Idee forciert wurde, in Amazonien verheiratete Diakone als sogenannte Viri Probati (bewährte Männer) zur Priesterweihe zuzulassen, und auch über die Einführung des Diakonats für Frauen nachzudenken - wenngleich das Schlussdokument der Synode hier sehr vage geblieben ist und Kirchen-Insider nicht sicher sind, ob der Papst selbst überhaupt für Viri Probati ist.

Obwohl es bei der Synode auch noch um andere, mindestens ebenso wichtige Fragen ging, nämlich um den Schutz des Amazonas-Regenwaldes, den Landraub in Brasilien und die Rechte von Indigenen, werden seither die Viri Probati und die Diakoninnen in der europäischen Kirche am heftigsten diskutiert - auch weil sich darüber besser streiten lässt. Bei den anderen Themen herrscht weitgehend Einigkeit unter Europas Katholiken.

Vereinsamte Priester

Dass im Vatikan der Zölibat überhaupt in Frage gestellt wird, vorerst freilich beschränkt auf die Amazonas-Region, hat mit dem dortigen eklatanten Priestermangel zu tun. So berichtet der Altbischof der größten brasilianischen Diözese Xingu, Dom Erwin Kräutler, dass 90 Prozent der ländlichen Gemeinden in Amazonien nur maximal viermal im Jahr die Eucharistie feiern können - und einige "nicht einmal an hohen Festtagen, weil sie keinen Eucharistievorsteher haben". Ein Pro-blem, das freilich auch zahlreiche Gemeinden im Pazifik haben, wo bestenfalls einmal im Jahr ein Priester mit dem Flugzeug vorbeikommt. Die Idee der Viri Probati wurde daher schon bei der Synode der Kirche in Asien im Jahr 1998 diskutiert.

Demgegenüber leben in Europa zwar nur 22 Prozent aller Katholiken, aber 42 Prozent aller Priester. Während hier im Durchschnitt auf einen Priester 1600 Katholiken kommen, sind es in Südamerika 7200, in Afrika 5000 und in Asien 2200.

Angesichts dieser Zahlen mag sich mancher Gottesdienstbesucher polemisch fragen, ob es wirklich sinnvoll ist, dass sich Gastpriester von anderen Kontinenten in Österreich in ihren Predigten durch die deutsche Sprache quälen, wo sie doch in ihrer Heimat viel dringender gebraucht würden. Zumal hier im Schnitt in jeder vierten Pfarre dem Pfarrer ein Diakon zur Seite steht. Die Motivation dieser ehrenamtlichen Geistlichen, als Viri Probati womöglich noch mehr Freizeit ohne Bezahlung zu opfern, dürfte übrigens hierzulande nicht die größte sein. Schließlich haben sie ja noch einen Brotberuf und meistens auch ein Familienleben.

Die Zölibatsdiskussion ist jedenfalls wieder einmal mitten in der Kirche angekommen und wurde auch vom neuen Kärntner Bischof Josef Marketz prompt aufgegriffen: Keine Woche designiert, hat er sich für die Abschaffung der Verpflichtung von Priestern zur Ehelosigkeit ausgesprochen. Allerdings "nicht so sehr, weil jeder Mann unbedingt eine Frau neben sich braucht, doch ich sehe die Vereinsamung vieler alter Priester, deren eigene Familie oft nicht mehr da ist". Die Überalterung des Klerus macht Marketz große Sorgen. Unter den heutigen Gegebenheiten sei absehbar nicht viel Priesternachwuchs zu erwarten, "auch wenn wir noch so beten". Die Kirche täte gut daran, "viel mehr Laien - Männer und Frauen - zu ermächtigen, in der Kirche Dienste zu übernehmen". Wenn eine Frau Priesterin werden möchte, "dann kann ich nur mit ihr zusammen hoffen, dass das möglich wird - das sag ich ganz ehrlich", so Marketz, der am 2. Februar im Klagenfurter Dom zum neuen Bischof der Diözese Gurk geweiht werden wird.

Die "Zölibatsfalle"

Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner, der vor der Synode dringend Reformen eingemahnt hatte, warnte danach die katholische Kirche im deutschsprachigen Raum davor, "in die Zölibatsfalle zu tappen". Sowohl jene, die in den Viri Probati die Lösung aller Kirchenprobleme sehen, als auch jene, für die sie einen Anschlag auf den unaufgebbaren priesterlichen Zölibat darstellen, "hängen an der Vergangenheit und werden den zukunftsträchtigen Überlegungen der Amazonien-Synode nicht gerecht", so Zulehner, der am 20. Dezember seinen 80. Geburtstag feierte und selbst seit 1964 Priester ist.

Nichtsdestotrotz hat er kurz nach dem Ende der Synode die Online-Petition "Amazonien auch bei uns" gestartet. Es ist nicht sein erster Anlauf in diese Richtung: Schon vor 30 Jahren gab er dem heutigen Wiener Erzbischof Christoph Schönborn sein Konzept gegen den Priestermangel in Österreich mit auf den Weg nach Rom. Damals schilderte er ein Pilotprojekt für das Waldviertel mit bewährten Gemeindeleitern, das richtungsweisend hätte werden können. "Er hat mir nach seiner Rückkehr gesagt, dass er den Zettel gar nicht erst zum Papst mitgenommen habe, weil es noch zu früh dafür gewesen sei." Jahrzehnte später habe Schönborn gemeint, die Bischöfe seien bei Reformen lange Zeit "zu feig" gewesen. Jetzt, unter Papst Franziskus, könnte der Mut groß genug werden.

Seit der Amazonas-Synode haben zahlreiche Kirchenexperten und -vertreter entweder betont, die Grundform der priesterlichen Lebensweise werde der Zölibat bleiben, oder erklärt, der Papst komme in diesem Bereich um Reformen nicht herum. Nur von Franziskus selbst war dazu bisher nichts Konkretes zu hören.

Dabei ist man eine solche Zurückhaltung sonst nicht gewohnt von jenem Papst, der sich wie kein anderer den Kampf gegen "dieses Wirtschaftssystem, das tötet", auf seine Fahnen geschrieben hat; der immer wieder Obdachlose zum Essen einlädt; der am Gründonnerstag Häftlingen die Füße wäscht; der der EU wegen ihrer Asylpolitik regelmäßig die Leviten liest; der auch zu Missbrauchs- und Finanzskandalen in der Kirche klare Worte findet; und der mit seinen Reformen bei nicht wenigen Kurienkardinälen aneckt.

Die Gräben, die sich vom Vatikan aus durch die gesamte Weltkirche ziehen, sind in den vergangenen Wochen und Monaten jedenfalls nicht schmäler geworden. Und der Streit um die Fruchtbarkeitsstatuen (Pachamama), die der Papst aus Respekt vor den Indigenen während der vatikanischen Amazonas-Synode in der Kirche Santa Maria in Transpon-tina in Rom aufstellen ließ, wofür ihm Götzenanbetung vorgeworfen wurde, stellt nur die Spitze des Eisbergs dar. Dass der umstrittene österreichische Abtreibungsgegner Alexander Tschugguel die Statuen aus dem Gotteshaus vor den Toren der Vatikanstadt gestohlen und in den Tiber gestoßen hat (zumindest behauptet er selbst, zu den Dieben zu gehören), war nicht bloß eine medienträchtige PR-Aktion von Kirchenfundis, sondern entsprang offenbar auch einer tiefen Glaubensüberzeugung.

Finanzskandale

Es sind sehr viele gänzlich unterschiedliche und einander entgegenstehende Strömungen von erzkonservativ bis modernistisch, die es der katholischen Kirche in ihrem dritten Jahrtausend nicht eben leicht machen, ihrem Namen (das altgriechische Wort katholikós bedeutet "allumfassend") gerecht zu werden. Und je tiefer man ins Herz der Kirche vordringt, desto eher bekommt man den Eindruck, dass es oft gar nicht so sehr um den Glauben geht, sondern um viel profanere Motive, sprich: ums liebe Geld.

Erst vor Kurzem hat der Papst einen Finanzskandal im Vatikan eingestanden, der diesmal "von innen" aufgeklärt worden sei. "Sie haben Sachen gemacht, die nicht sauber erscheinen", erklärte er auf dem Rückflug von seiner Japan-Reise. "Sie", das sind fünf Mitarbeiter der Kurie, die mit einem dreistelligen Millionenbetrag aus dem sogenannten Peterspfennig - einer Kollekte, die jedes Jahr in den Kirchen weltweit für den Papst gesammelt wird - unter anderem auf dem Londoner Luxusimmobilienmarkt spekuliert haben sollen.

Schon früher hat der Papst mit Hilfe von außen sämtliche Konten der undurchsichtigen Vatikan-Bank IOR prüfen und verdächtige Kunden entfernen lassen. Auch die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls soll reformiert werden - hier geht es um tausende Immobilien im Wert von mehreren Milliarden Euro. Immer wieder wurden Luxuswohnungen von Spitzenbischöfen oder Kardinälen zu Spottpreisen verschachert.

Pädophilie-Kommission

Franziskus führt mit der Durchleuchtung der vatikanischen Finanzen einen Prozess weiter, den schon sein Vorgänger Benedikt XVI. als Konsequenz aus dem Vatileaks-Skandal angestoßen hat. Allerdings stößt der Papst auch hier an seine Grenzen oder ist doch nicht so konsequent, wie seine Fans sich das wünschen würden. Zum Teil ist auch die Kommunikation nicht die beste. So meinte jüngst der Chef der päpstlichen Güterverwaltung, Bischof Nunzio Galantino, in Medienberichten entstehe der Eindruck, der Vatikan betreibe seine Geldgeschäfte "fröhlich und bedenkenlos und obendrein mit katastrophalen Ergebnissen". Dabei sei die Wirklichkeit "sehr anders", doch das oft hartnäckige Schweigen der Kirchenführung lasse "halbe Wahrheiten blühen, die letztlich ganze Unwahrheiten sind".

Auch in Österreich wartet man eineinhalb Jahre nach der Versetzung des Gurker Bischofs Alois Schwarz nach St. Pölten in Folge von Vorwürfen der Misswirtschaft auf eine Reaktion aus Rom.

Ein Imageproblem hat die Kirche auch in Bezug auf viel abscheulichere Verbrechen als finanzielle Veruntreuung. Zwar hat Franziskus schon kurz nach seiner Wahl den Kampf gegen Kindesmissbrauch ganz oben auf seine Agenda gesetzt, entsprechende Dekrete erlassen, "null Toleranz" verkündet und 2014 eine eigene Kommission zum Schutz von Minderjährigen eingesetzt, in die auch Missbrauchsopfer berufen wurden. Doch die Pädophilie-Kommission blieb lange ein zahnloser Papiertiger. Erst in den vergangenen zwei Jahren hat sich die Kirche intensiver mit den Straftaten ihrer Hirten auseinandergesetzt. Und am vergangenen Dienstag, 17. Dezember, hat der Vatikan das Schutzalter für Opfer von Kinderpornografie von 14 auf 18 Jahre hinaufgesetzt. Außerdem wird das "päpstliche Geheimnis" im Fall von Missbrauch abgeschafft. Diese Entscheidungen waren Konsequenzen aus einem Krisengipfel zum Missbrauch, den Franziskus im Februar 2019 einberufen hatte.

Konkrete breitenwirksame Folgen hatte der dreieinhalbtägige Kinderschutzgipfel freilich ebenso wenig wie eine fünf Monate davor von der Deutschen Bischofskonferenz präsentierte große Missbrauchsstudie, zu der Opferverbände ein Jahr später feststellten: "Viele Täter, wenig Gerechtigkeit." Ein Grund dafür ist, dass alle Angaben in der Studie anonymisiert sind und somit die Justizbehörden keinerlei Anhaltspunkte für Ermittlungen haben.

Und dann gibt es umgekehrt Fälle wie jenen, der jüngst durch die deutschen Medien ging, in dem ein Priester auch nach zwei strafrechtlichen Verurteilungen trotzdem immer wieder von der Kirche angestellt worden war. Es bleibt also bisher bei stellvertretenden Entschuldigungen durch das kirchliche Spitzenpersonal, das gleichzeitig einen Schutzmantel um die Täter legt.

Positive Bilanz

Man darf dem Papst aber nicht nur Vorwürfe machen. In den sechseinhalb Jahren seines Pontifikats hat Franziskus auch viel Gutes geleistet, und die Kurie lässt sich eben nicht von heute auf morgen in seinem Sinn reformieren. Ein wichtiger Schritt ist die Installierung des mit 62 Jahren verhältnismäßig jungen philippinischen Kardinals Luis Antonio Tagle in einer Schlüsselposi- tion: nämlich an der Spitze der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, die eine der ältesten und einflussreichsten Behörden im Vatikan ist und deren Leiter einst "Roter Papst" genannt wurde. Was den chinesisch-stämmigen Kardinal Tagle mit Franziskus verbindet, ist der von ihm getätigte Satz: "Lasst uns zusammen eine Kirche der Armen stärken." Ob der manchen zu harmlos wirkende Asiate sich allerdings im Kuriendschungel durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Bei vielen Katholiken gut angekommen ist die erste Jugendsynode im Oktober 2018, auch wenn deren Schlussdokument laut dem deutschen Theologen Hermann Häring zeigte, dass die Bischöfe "in der alten Theologie verhaftet bleiben". Wesentlich war aber - so wie schon bei den Synoden zu Ehe und Familie im Herbst 2014 und 2015 -, dass es im Vorfeld großflächige Befragungen unter den Katholiken gab und damit die Themen auch in den Ortskirchen breiter diskutiert wurden.

Besuch im Irak 2020

Auch in der Ökumene hat Franziskus für positive Schlagzeilen gesorgt, als er etwa die Gunst der Stunde nutzte und am 31. Oktober 2016 in Schweden das 500-Jahr-Reformationsjubiläum mitfeierte, um dann bei seiner darauffolgenden Reise im April 2017 in Ägypten den Dialog mit den Muslimen und den Kopten zu stärken. Im heurigen Februar besuchte er als erster Papst die Arabische Halbinsel, und 2020 will er den Irak besuchen.

Ganz so reisefreudig wie sein Vorvorgänger Johannes Paul II. ist der aktuelle Papst zwar nicht, aber er sucht seine Ziele geschickt aus. Eine "Bank" sind dabei die Weltjugendtage. Und auch mit den Heiligsprechungen nicht nur des polnischen Papstes, sondern auch Pauls VI. und Johannes XXIII. sowie vor allem Mutter Teresas hat Franziskus den Nerv der Zeit getroffen. Ein Statement war dabei auch die Heiligsprechung des 1980 ermordeten Befreiungstheologen und Erzbischofs von San Salvador, Óscar Romero.

Apropos andere Päpste: Für Spekulationen sorgt immer wieder das Verhältnis zu seinem emeritierten Vorgänger, Benedikt XVI. Wer sich damit intensiver auseinandersetzen will, dem sei der Film "Die zwei Päpste" von Fernando Meirelles empfohlen (und das gleichnamige Buch von Anthony McCarten, auf dem der Film beruht).

In Österreich steht demnächst auch eine wichtige Personalentscheidung an: Kardinal Schönborn, nicht nur Erzbischof von Wien, sondern auch Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, wird am 22. Jänner 75 Jahre alt und hat sein Rücktrittsgesuch dem Papst während der Amazonas-Synode persönlich übergeben. Angesichts seines gesundheitlichen Zustands dürfte er sich nicht besonders darum reißen, noch viel länger im Amt zu bleiben. Mutmaßlich wird wohl ein anderer Bischof nach Wien nachrücken (und nachzubesetzen sein).

Wechsel in Wien?

Österreich braucht also eher früher als später einen neuen Bischof - wenn der Papst einen findet. Laut dem Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, lehnt jeder dritte potenzielle Bischof dankend ab, Tendenz steigend. Vor zehn Jahren sei es noch jeder Zehnte gewesen, so der Kardinalpräfekt, der meint, die Kirche brauche heute "weniger Professoren und mehr Hirten, die den Geruch der Schafe angenommen haben und in Nächstenliebe vorangehen". Ein Sprachbild, das Ouellet von Franziskus übernommen hat.

Wie stark der Stallgeruch des Papstes ist, wird man bald aus seiner Weihnachtspredigt heraushören können. Wie Franziskus davor den Heiligen Abend verbringt, ist fast schon ein Staatsgeheimnis. Er feiere Weihnachten vergleichsweise nüchtern, heißt es nur. Das mag nicht nur an seiner Prägung als intellektueller Jesuit liegen, sondern auch an seiner Herkunft: In Argentinien fällt Weihnachten in den Sommer, auf der Südhalbkugel haben sich deshalb andere Bräuche entwickelt als im dunklen und kalten Winter Europas.

Trist und grau ist übrigens auch das Ergebnis der noch unveröffentlichten Studie "Religion im Leben der Österreicherinnen 1970-2020", die Paul Zulehner durchgeführt hat. In der letzten Umfrage waren fast 80 Prozent der Katholiken der Ansicht, man könne auch ohne Sonntagsmesse ein guter Christ sein. Er selbst sei darüber sehr erschrocken, so Zulehner. "Ist dies der Preis dafür, dass wir die ehelose Lebensform der Priester dem Wert der Eucharistie faktisch überordnen?"

Er betont die Bedeutung der Eucharistiefeier, die "alle Grunderfahrungen christlichen Lebens" erfasse und als Wandlung auch der dabei Versammelten zu verstehen sei: "Hinein gehen sie mit ihren Ängsten, die ihnen die Kraft zu solidarischer Liebe rauben, hinaus gehen sie als engagierte Fußwaschende." Doch das Verständnis für diesen tieferen Sinn der Eucharistie "scheint zu verdunsten".

Mathias Ziegler ist Redakteur und Stellvertretender Chef vom Dienst bei der "Wiener Zeitung".