Firmen und Private sehen sich derzeit mit einem Bündel an Krisen konfrontiert. Dies wird die Zahl der Insolvenzen in Österreich in die Höhe treiben. Die Preissteigerungen in fast allen Lebensbereichen – vor allem bei Wohnen, Treibstoffen und Energie – würden heuer zu einem Anstieg der Privatinsolvenzen führen, so der Gläubigerschutzverband Creditreform. Corona-Pandemie, Fachkräftemangel, Inflation und Lieferkettenprobleme belasteten die heimische Wirtschaft.

Nach dem Auslaufen der staatlichen Corona-Hilfen für Unternehmen und Private bewegen sich die Insolvenzen in Österreich wieder in Richtung Vorpandemie-Niveau. Laut Creditreform hat sich die Zahl der Firmenpleiten im ersten Quartal auf 1.055 Verfahren mehr als verdoppelt. Damit ist fast wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht.


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Auch bei den Privatinsolvenzen stieg die Gesamtzahl – um rund 22 Prozent auf 2.301 Verfahren. Das liege vor allem an der im Juli 2021 beschlossenen Reform im Insolvenz- und Exekutionsrecht, die zu einer Trendumkehr geführt habe. Die schnelleren Entschuldungsmöglichkeiten würden immer größere Akzeptanz finden, heißt es bei Creditreform.
Den stärksten Zuwachs bei den Firmeninsolvenzen verzeichneten im ersten Quartal Tirol (plus 309,5 Prozent), Niederösterreich (plus 196 Prozent) und Vorarlberg (plus 182 Prozent). Die höchste Insolvenzbetroffenheit herrschte in der Bundeshauptstadt Wien mit knapp 4 Insolvenzen pro 1.000 Firmen, die geringste in Vorarlberg mit weniger als 2 von 1.000 Unternehmen. Bundesweit mussten 3 von 1.000 Firmen einen Insolvenzantrag stellen. (apa/kle)


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