In der Hollywood-Komödie "Liebe braucht keine Ferien" ("The Holiday") von Nancy Meyers beschließen zwei von den Männern enttäuschte Frauen, die Weihnachtsfeiertage möglichst weit weg von zu Hause zu verbringen. Die beiden (Amanda Woods/Cameron Diaz und Iris Simpkins/Kate Winslet) kennen einander nicht, lernen sich aber über eine Haustausch-Plattform im Internet kennen. Die erfolgreiche Amanda aus Los Angeles zieht ins Haus der englischen Journalistin Iris - und vice versa.

Cameron Diaz, Jude Law und Kate Winslet bei der Weltpremiere des Films "The Holiday" ("Liebe braucht keine Ferien"), in welchem Hollywood-Leinwandheldinnen als Role-Models und Orientierungshilfen dienen. - © James Devaney/WireImage
Cameron Diaz, Jude Law und Kate Winslet bei der Weltpremiere des Films "The Holiday" ("Liebe braucht keine Ferien"), in welchem Hollywood-Leinwandheldinnen als Role-Models und Orientierungshilfen dienen. - © James Devaney/WireImage

Iris ist von der großen Villa und den Hollywood-Stars in der Nachbarschaft sehr beeindruckt. Sie lernt unter anderem den 90-jährigen ehemaligen Drehbuchautor Arthur Abbott (Eli Wallach) kennen und freundet sich mit dem alten Oscar-Gewinner an. Abbott zeigt Iris berühmte Hollywood-Klassiker mit starken Frauen in den Hauptrollen. Die Engländerin ist von den selbstbestimmten Leinwandheldinnen begeistert und beginnt, sich an ihnen zu orientieren. Dadurch gelingt es ihr, ihr eigenes vertracktes Gefühlsleben zu entwirren und sich in einen neuen Mann zu verlieben. Auch für Amanda gibt es in England ein Happy End - mit Graham/Jude Law.

"Liebe braucht keine Ferien" kostete 85 Millionen US-Dollar und spielte weltweit mehr als 200 Millionen US-Dollar ein. Anlässlich der Premiere schrieb der Hamburger Filmkritiker Christian Buß im "Spiegel": "Dass Meyers in ihre Verbeugung vor dem alten Studiosystem Hollywoods einige hübsche Spitzen gegen die gegenwärtige Wertschöpfungsmaschinerie der Filmindustrie eingestreut hat, zeugt von einer gewissen Selbstironie. So wird hier gegen das Kalkül gewettert, mit dem heute Blockbuster in die Kinos gedrückt werden. Gleichzeitig beweist sich aber eben auch Meyers, deren Komödien über eine Milliarde Dollar eingespielt haben und die auf diese Weise zu Hollywoods ‚leading lady‘ in Sachen Regie avancierte, eine beachtliche Geschäftstüchtigkeit."

In der Zeitschrift "Variety" notierte Justin Chang weniger begeistert, Nancy Meyers wisse ganz genau, was Frauen wollen: ". . . farbenprächtige Schauplätze, noch mehr farbenprächtige Darsteller und eine sentimentale Liebesgeschichte, die die Zuschauerin in den Griff bekommt."

Tatsächlich können sich viele Frauen mit den Problemen von Amanda und Iris identifizieren - und dass es ausgerechnet Szenen aus alten Hollywood-Filmen sind, die sich schließlich auf Iris positiv auswirken, ist ein besonderer Bonus, der auch dem weiblichen Kinopublikum von "Liebe braucht keine Ferien" neue Wege aufzeigt.