Jubel im NASA Jet Propulsion Laboratory. - © NASA
Jubel im NASA Jet Propulsion Laboratory. - © NASA

Pasadena. Die Raumsonde InSight ist sicher auf dem Mars gelandet. Das konnte die NASA um 21 Uhr MEZ bekanntgeben, nachdem man vom Roten Planeten das Signal "made it" empfangen hatte.  Das hochkomplexe Labor kann nun, wie geplant, seine Untersuchungen in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators beginnen.

Wesentliche Hilfe bei der sicheren Landung kam von den beiden Cubesats (Kleinsatelliten in Würfelform) MarCO-A und MarCO-B, die die Kommunikation mit der Erde unterstützten. Diese - vergleichsweise kostengünstige - Lösung wurde erstmals bei einer Landung eingesetzt.

Während des Manövers war musste das Hitzeschild das Labor vor Temperaturen bis 1500 Grad Celsius schützen.

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Der stationäre Lander, der weitgehend dem Design der Marssonde Phoenix folgt, ist mit zahlreichen Instrumenten aus Europa ausgerüstet. Unter anderem kommen ein Seismometer und eine Wärmestromsonde zum Einsatz.

Untersuchung des geologischen Aufbaus

Wichtigstes Ziel der rund 650 Millionen Euro teuren Mission Insight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) ist die Untersuchung des geologischen Aufbaus unseres Nachbarplaneten. Dazu wird in den nächsten zwei Jahren erstmals die seismische Aktivität beobachtet, um Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Marskerns zu ziehen. Die Forscher interessiert vor allem, weshalb sich der Mars so anders als die Erde entwickelt hat.

Ein in Deutschland entwickeltes Gerät soll sich dazu in den Boden bohren. Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist an der Auswertung der Daten beteiligt.

Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Warten auf Opportunity

Während InSight seine Tätigkeit aufnimmt, schweigt die seit 2004 aktive Sonde Opportunity. Seit dem Aufkommen eines Staubsturms im Juni 2018 kam von ihr kein Signal. Ein Bild des begleitenden Satelliten Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) vom September zeigt die Sonde im Perseverance Valley.