Solarien, die im Rahmen von Bädern betrieben werden, unterliegen dem Bäderhygienegesetz und damit zusätzlicher behördlicher Kontrolle und weiteren Maßnahmen. Der Bewilligungsinhaber hat dafür zu sorgen, dass während der Betriebszeiten eine Person erreichbar ist, die mit der Wahrnehmung des Schutzes der Gesundheit der Gäste, insbesondere in hygienischer Hinsicht, betraut ist und die entsprechenden Kenntnisse aufweist.

Wichtig für Konsumenten: Als Nachweis der elektrotechnischen Sicherheit muss das UV-Bestrahlungsgerät ein ÖVE-Prüfzeichen oder ein anderes, gleichwertiges, in Österreich anerkanntes ausländisches Sicherheitszeichen aufweisen. Beim Gerät muss eine Gebrauchsanweisung mit einem inhaltlich genormten Messprotokoll aufliegen; dieses enthält zum Beispiel Angaben über zulässige Bestrahlungsabstände und -dauern.

Die Bedienungseinrichtungen der UV-Bestrahlungsgeräte müssen so angebracht sein, dass sie vom Kunden während des Bestrahlungsvorganges nicht bedient werden können. Das Gerät muss jedoch durch den Benützer jederzeit abschaltbar sein.

Die Geräte müssen eine deutlich sichtbare und leicht lesbare Aufschrift mit Sicherheitshinweisen tragen, die unter anderem das Tragen einer Schutzbrille vorsehen.

Zusätzlich müssen Bestrahlungsgeräte mit einer Leuchtdichte über 100 000 cd/m2, gemessen nach der oben angeführten Norm, mit einer Aufschrift mit folgendem Inhalt versehen sein: "ACHTUNG: Große Helligkeit. Nicht in die Strahlungsquelle blicken!"

Bei UV-Bestrahlungsgeräten, die in einem eigenen Raum aufgestellt sind, dürfen diese Gefahrenhinweise statt am UV-Bestrahlungsgerät an der Wand in der Nähe des Gerätes deutlich sichtbar und dauerhaft angebracht sein.

Eine deutschsprachige Gebrauchsanweisung mit Mindestinhalt für das UV-Bestrahlungsgerät muss im Aufstellungsraum an deutlich sichtbarer Stelle aufliegen.

Personen, die erstmals ein UV-Bestrahlungsgerät benützen wollen, müssen vor der ersten Bestrahlung ein Informationsblatt gemäß Anhang 2 zur Solarienverordnung erhalten haben.

Weitere Vorschriften betreffen Bestrahlungsabstände, Reinigung, Desinfizierung et cetera.

Anhang 2 zur Verordnung schließlich enthält Vorgaben für ein Informationsblatt darüber, welche Personen Solarien nicht benützen sollten.

Die Solarienverordnung ist leicht als Bundesrecht im RIS (Rechtsinformationssystem der Republik Österreich) abrufbar.

Wie wird nun sichergestellt, dass Solarien diese vielfältigen und qualifizierten Anforderungen erfüllen können? Die Solarienfachausbildung.at bietet in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer (WKO) regelmäßig nach Europäischer Norm EN 16489-1 (= österreichische Norm ONORM S 1131) qualifizierte Fachseminare an, die nach der Solarienverordnung für den Betreiber verpflichtend sind. Diese Ausbildung qualifiziert Absolventen als Aufsichtspersonen im oben beschriebenen Sinn und zu kompetenten Kundenberatern.

Schulungen mit Prüfung

Die Schulungsinhalte sind mit der European Sunlight Association (ESA) abgestimmt. Die theoretischen sowie praktischen Schulungen schließen mit einer Prüfung ab und richten sich gleichermaßen an Unternehmer wie Mitarbeiter. Bisher konnten bei mehr als 100 Seminaren rund 2000 Teilnehmer begrüßt werden. Auf der offiziellen WKO-Seite der Solarienwirtschaft (http://sonneundleben.club/) kann man sich näher über das Sonnen in Solarien informieren.